Schäden an Wälzlagern

Eine Reihe von Faktoren beeinflusst den Lebenszyklus eines Lagers, z.B. Fertigungstoleranzen, Ausrichtfehler, Überlast oder Überhitzung. Ein Lagerschaden entsteht z.B. durch Ermüdungsrisse, fehlende Schmiermittel oder Brüche und Risse in den Wälzkörpern. Wann immer eine Lagerkomponente mit der schadhaften Stelle in Kontakt kommt, entsteht ein periodischer Impuls, auch Schockimpuls genannt. Dieser wiederum erzeugt Resonanzen, die gemessen und interpretiert werden können.

Es gibt zwei komplementäre Messverfahren, die hier anwendbar sind:

Die sog. Kennwerte beschreiben den Gesamtzustand des Lagers. Diese Messmethode wird oft zur Trendermittlung eingesetzt, um Instandhaltungsmaßnahmen rechtzeitig planen zu können. Typische Messmethoden hierfür sind z.B. BCU (Bearing Condition Unit) oder BCUp (Bearing Condition Unit Peak).

Die Spektralanalyse ist eine schmalbandige Messung, mit deren Hilfe man erkennen kann, wo der Fehler lokalisiert ist und um welche Art Fehler es sich handelt. Typische Analysetechniken sind hierbei die BCS (Bearing Condition Signature) und die SED (Selective Envelope Detection). Beide Verfahren basieren auf der Hüllkurvenbildung über das Signal und machen sich den Effekt der Signalverstärkung durch Resonanz zunutze.

Table Of Measurement Principles Bearing Fault Detection and Monitoring