Ölgeschmierte Gleitlager finden weite Verbreitung in speziellen Anwendungen. Ihre Vorteile gegenüber Wälzlagern sind:
Aufgrund des Spaltes zwischen Lageroberfläche und Wellenbund werden bei Gleitlagern berührungslose Schwingungssensoren zur Erfassung von Informationen über das hydrostatische und hydrodynamische Verhalten der Welle eingesetzt.
Ungleichmäßiger Öldruck im Lagerspalt kann Schwingungen (Oil-whip und Oil-whirl) erzeugen. Unzählige Varianten von Gleitlagern stehen zur Verfügung, um diese Effekte zu reduzieren.
Aufgrund richtungsabhängiger Lagersteifigkeiten werden pro Lager jeweils zwei Sensoren rechtwinklig zueinander in radialer Richtung angebracht. Sie dienen der Erfassung der statischen Wellenlage und der Bewegung der rotierenden Welle.
Insbesondere erlaubt diese Anordnung die Analyse der Wellenbahn (Orbit) der rotierenden Welle zur Ermittlung der Ursache von Problemen. Aus der Form der Wellenbahn können Informationen über Lastrichtung, Unwucht, Verkrümmungen, Ausrichtfehler, Anstreifen, Oil-whip oder -whirl gewonnen werden.
