Lagerüberwachung

Lager zählen zu den am häufigsten geschädigten Maschinenkomponenten. Ihre korrekte Zustandsüberwachung ist daher von großer Bedeutung. Es wird zwischen zwei Lagerarten unterschieden:

1.    Wälzlager (REB)
2.    Gleitlager

1. Wälzlager sind Lager, bei denen die Lagerkräfte über den Wälzkörper vom Rotor auf das Maschinengehäuse übertragen werden. Unabhängig davon, ob es sich bei den Wälzkörpern um Kugeln, Rollen oder Nadeln handelt, wird der Wälzlagerzustand mit Hilfe von radial am Lager-gehäuse angebrachten Beschleunigungssensoren überwacht. Das erfasste Signal wird mit speziellen Messtechniken aufbereitet. Hier sei die Hüllkurvenanalyse als die wichtigste Methode genannt. An Axial- bzw. Radiallagern ist auch in axialer Richtung zu messen.

2. Bei Gleitlagern handelt es sich im Allgemeinen um zylindrische Buchsen, in denen ein Wellenzapfen auf einem Ölfilm rotiert. Die Überwachung des Gleitlagerzustandes erfolgt durch Messen der Lagertemperatur und des Öldruckes. Bei größeren Radiallagern wird die Bewegung und die Position der Welle im Lager mit Hilfe zweier, um 90° versetzt angeordneter Wirbelstromsensoren überwacht. Die Auswertung der Signale erfolgt in der Regel durch Darstellung bzw. Überwachung der Wellenbahn, der statischen Wellenlage oder auch durch Analyse von Frequenzspektren.