Da es pro Turbine mehr als 1.000 Alarmlimits geben kann, sind die größten Herausforderungen bei der Überwachung der Umgang mit der möglicherweise sehr großen Anzahl an Alarmen und die Entscheidung, welche Alarme wirklich relevant sind. Auch gibt es während des Betriebes einer WEA viele Störgrößen, z.B. Böen und Windnachführung (Gieren).
Diese Störgrößen können kurzzeitig zum Überschreiten der Alarmlimits führen, obwohl kein Komponentenschaden vorliegt.
Ein weiteres Problem stellt das Auffinden eines Fehlers im Anfangsstadium dar. So kann z.B. ein Fehler, der von einem Sensor an einem bestimmten Lager entdeckt wird, auch von anderen Sensoren, die in der Nähe angebracht sind, aufgenommen werden. In diesem Falle kommt es zu mehreren Alarmen, obwohl es sich um nur einen Maschinenfehler handelt.
Brüel & Kjær Vibro hat ein intelligentes Alarmmanagementsystem entwickelt, das diese Flut von Alarmen scannt und diejenigen herausfiltert, die nicht relevant sind. Es filtert auch Alarme aufgrund von Störgrößen heraus. Letztlich wird nur ein Alarm pro Fehler erzeugt.
Die Alarme werden in fünf Schweregrade eingeteilt, anhand derer das Service-Team des Kunden die verbleibende Zeit zur Reparatur planen kann, wie anhand der Grafik zu sehen.
Ein neuer Alarm wird nur ausgelöst, wenn ein anderer Schweregrad erreicht wird. Daher können während der "Laufzeit" eines Fehlers auch nur maximal vier Alarmmeldungen erfolgen. Die Schwere wird zunächst automatisch durch den Alarm Manager ermittelt, eine abschließende Beurteilung erfolgt durch einen erfahrenen Diagnostiker.
