Überabtastung
<oversampling>
Das Signal wird mit dem n-fachen der theoretisch erforderlichen Abtastfrequenz abgetastet (Shannon-Abtasttheorem). Dadurch werden die Anforderungen an das Antialias-Filter (und damit der Preis des Filters) wesentlich reduziert.
Übergangsdauer eines Impulses, erste
<first transition duration of a pulse>
Die Dauer zwischen den beiden Zeitpunkten, in denen die Augenblickswerte des Impulses das erste Mal vorgegebene Werle annehmen, z. B. 10 % bzw. 90 % der lmpulsamplitude, sofern die lmpulsform nicht zu einer anderen Festlegung zwingt.
Anmerkung: Die bisher übliche Bezeichnung war Anstiegsdauer.
Übergangsdauer eines Impulses, letzte
<last transition duration of a pulse>
Die Dauer zwischen den beiden Zeitpunkten, in denen die Augenblickswerte des Impulses das letzte Mal vorgegebene Werte annehmen, z. B. 90 % bzw. 10 % der Impulsamplitude, sofem die lmpulsform nicht zu einer anderen Festlegung zwingt.
Anmerkung: Bisher war die Bezeichnung Abfalldauer.
Übergangsfunktion
<step response>
Zeitfunktion am Ausgang eines Übertragungsgliedes, wenn die Eingangsgröße die Sprungfunktion
ist. Lineare Übertragungsglieder sind durch die Übergangsfunktion vollstandig charakterisiert. Dies hat den Vorteil der leichten Messbarkeit und anschaulichen Darstellung. Sei
die Übergangsfunktion eines linearen Übertragungsgliedes, so gilt der Zusammenhang mit der Übertragungsfunktion H(s):
wobei
die LAPLACE-Transformierte von
ist.
Siehe auch Sprungantwort.
Übergangsverhalten
<transient response>
Das Verhalten der Ausgangsgröße eines Regelkreises bei Anlegen eines bestimmten Eingangssignales.
Übergangsvorgang
<transient phenomenon>
Wird in einem mechanischen oder elektrischen System in irgendeiner Weise ein plötzlicher Übergang von einem periodischen Vorgang (oder Gleichvorgang) in einen anderen erzwungen, so geht das System in einem Übergangsvorgang vom anfänglichen periodischen Vorgang (oder Gleichvorgang) in den späteren Vorgang über. Der Ausgleichsvorgang ist die Differenz zwischen dem Übergangsvorgang und dem erzwungenen späteren periodischen Vorgang (oder Gleichvorgang).
Anmerkung: Hinsichtlich der Sonderfälle "Einschwingvorgänge" und "Ausschwingvorgänge" siehe Sinusvorgang, exponentiel wachsender (anklingender) und Sinusvorgang, exponentiell schwindender (abklingender) sowie DIN 1311-2.
Überlagerung
<superposition>
Allgemein die Addition von zwei oder mehr physikalischen Wirkungen, z. B. von Kräften im Kräfte-Parallelogramm bei Bewegungen oder Schwingungen bzw. Wellen.
Überlagerungsstörung
<interference (to a wanted signal)>
Störung des Empfangs eines Nutzsignals, das durch Störsignale, Geräusche oder elektromagnetische Störgrößen, verursacht wird.
Überlastbetrieb
<operation at overstress>
Betrieb einer Einheit bei einem Beanspruchungsverhältnis größer als Eins.
Überschreiben
<overwriting>
Das Einspeichern einer Information in einen bis dahin besetzten Speicher. Der alte lnhalt geht dabei verloren, wird "überschrieben".
Übertragungsdämpfung
<transmission loss>
Dämpfung eines Signals zwischen den beiden Enden eines Übertragungsabschnittes.
Übertragungsfunktion
<transfer function>
In einem linearen System das Verhältnis der Fourier- oder der Laplace-Transformierten (Fourier- Transformation; Laplace- Transformation) eines Ausgangssignals zu den gleichen Transformierten des Eingangssignals, wobei die
Anfangsbedingungen gleich null sind.
Übertragungsgeschwindigkeit
<transmission rate>
Sie gibt die Anzahl der übertragenen Bits pro Sekunde in der Maßeinheit Bit/s an. Es ist dabei nicht von Bedeutung, welche Funktion die Bits haben, also ob es sich um Daten-, Rahmen- oder Fehlererkennungsbits handelt. Die Übertragungsgeschwindigkeit darf nicht mit der Schrittgeschwindigkeit verwechselt werden.
Übertragungsglied
<transmission element>
Eine elektronische Schaltung, meist ein Vierpol, der Bestandteil des Wirkungsweges einer lnformationsübertragungsstrecke ist. Ein Übertragungsglied kann z. B. eine Koppelschaltung (Kopplung), ein Filter, eine elektrische Leitung oder auch eine komplexe lnformationsübertragungseinheit sein.
Übertragungskanal, kurz: Kana!
<transmission channel>
Der Teil eines Übertragungsweges, der die zu einer lnformationsübertragung in einer Richtung notwendigen Einrichtungen, Frequenzbereiche und Hilfsmittel umfasst.
Übertragungskoeffizient (eines Wandlers)
<sensitivity (of a transducer)>
Quotient aus einer festgelegten Größe, die das Ausgangssignal eines Wandlers beschreibt, und einer anderen festgelegten Größe, die das zugehörige Eingangssignal beschreibt. Siehe auchSchwingungsaufnehmer-Übertragungskoeffizient.
Übertragungskoeffizient, relativer (eines Wandlers)
<relative sensitivity (of a transducer)>
Verhältnis des Übertragungskoeffizienten eines Wandlers unter besonderen Bedingungen zu einem bestimmten Bezugsübertragungskoeffizienten gleicher Art.
Übertragungsmaß (eines Wandlers)
<sensitivity level (of a transducer)>
Differenz aus einem Ausgangspegel bestimmter Art und dem Eingangspegel bestimmter Art, der diesen Ausgangspegel hervorrief.
Anmerkung: Die Bezugswerte der Eingangs- und Ausgangspegel bestimmen den Bezugs-Übertragungskoeffizienten und sind entsprechend zu wählen.
Übertragungsmedium; kurz: Medium
<transmission medium>
Material oder Stoff, der zur Übertragung von Signalen benutzt werden kann. Typische Übertragungsmedien sind Kabel, Lichtwellenleiter,Luft, usw.
Übertragungsprotokoll
<transmission protocol>
Protokoll
Übertragungsrate
<transmission rate>
Bit-Rate; Baud-Rate; Übertragungsgeschwindigkeit
Übertragungstechnik
<transmission technique>
Der Bereich der lnformationstechnik, der die lnformationsübertragung zwischen zwei entfernten Orten beinhaltet.
Übertragungsverhalten (eines Messgerätes)
<response characteristics (of a mesurement instrument)>
Beziehung zwischen den Werten der Eingangsgröße und den zugehörigen Werten der Ausgangsgröße eines Messgerätes unter Bedingungen, die eine Rückwirkung des Messgerätes ausschließen.
Überwachung
<monitoring>
Aufgabe einer reinen Überwachung ist es, zu erkennen, ob ein Fehler vorliegt und, bei automatischen Systemen, im Fehlerfall selbsttatig eine Reaktion auszulösen (Alarm, Abschalten).
Überwachung, diskontinuierliche
<discontinuous monitoring>
Der einzige Unterschied zwischen kontinuierlicher Überwachung und diskontinuierlicher Überwachung ist das lntervall, mit der Messungen durchgeführt und verglichen werden. Das Interval! zwischen aufeinanderfolgenden diskontinuierlichen Messungen hängt ab von der Methode der Datenerfassung (online oder offline), der Art und Komplexitlit des Vergleichs und der Anzahl der Messkanäle bei online-Messungen.
Überwachung, intermittierende
<intermittend monitoring>
In der Regel ist zur Fehlerfrüherkennung und zur Frühdiagnose eine intermittierende Überwachung ausreichend. Dabei werden Messungen in regelmäßigen und variablen Zeitabständen vor Ort mit mobilen Messgeräten durchgeführt. Systematische Auswertungen erfolgen in einem zentralen Rechner. Mit intermittierender lnspektion lassen sich naturgemäß lnformationen nur zu bestimmten Zeitpunkten ertassen. Langfristige Entwicklungen
sind damit beobachtbar, plötzlich oder kurzfristig auftretende Schadensentwicklungen fallen aber in der Regel durch das Beobachtungsraster. Bei der Wahl der zeitlichen lnspektionsabfolge richtet man sich nach den:
(-> VDI, ->DIN,-> TOV, -> API)
Überwachung, kontinuierliche
<continuous monitoring, online monitoring>
Die Einzelmessungen bei der kontinuierlichen Überwachung müssen in ausreichend kurzen Abständen erfolgen, um den zuverlässigen Nachweis einer potentiell zur Havarie führenden Zustandsveränderung schnell genug zu führen. Abgesehen von sehr außergewöhnlichen Fällen werden Reaktionen von 1 bis 3 Sekunden für die kontinuierliche Überwachung generell akzeptiert.
Überwachung, permanente
<permanent monitoring>
Siehe Permanentaberwachung
Überwachung, schützende
<protective monitoring>
Schützende Überwachung bedeutet sofortiges Erkennen und Reagieren auf Änderungen des Maschinenzustandes, die für das Personal und/oder wichtige Maschinen gefährlich werden könnten.
Sie erfordert Permanentüberwachungssysteme, die ständig leicht messbare Werte, z.B. breitbandige Schwingungskennwerte, mit festgelegten Grenzwerten vergleichen.
Eine Grenzwertüberschreitung aktiviert Relais zur Warnung und/oder automatischen Abschaltung der Maschine. Um eine maximale Betriebszuverlässigkeit zu gewährleisten, ist die Wahl einer Abschaltlogik üblich, bei der zwei oder mehr Werte ihre Grenzen überschreiten müssen. Siehe auch Grenzwerte für den Betrieb.
Überwachung,vorbeugende
<predictive monitoring>
Vorbeugende Überwachung bedeutet detaillierte analytische Überwachung, um die Frühwamung bei geringen Änderungen im Maschinenzustand zu garantieren. Die vorbeugende Überwachung umfasst Trendvorhersage
und die gründliche Untersuchung von Komponenten in komplexen Spektren und Cepstren, um Veränderung zu identifizieren. Prozeßvariable und andere Parameter wie der thermodynamische Wirkungsgrad können einbezogen werden, um den Gesamtzustand umfassend zu beurteilen. Vorbeugende Überwachung ist ratsam für Maschinen wie Getriebe und Komponenten wie Wälzlager, wo frühe Symptome von beginnenden Schäden sich hinter komplizierten Schwingungscharakteristiken verbergen und daher detaillierte analytische Methoden zur Früherkennung erfordern.
Überwachungssysteme, intermittierende
<intermittend monitoring systems>
lntermittierende Überwachungen lassen sich unterteilen in stationäre und mobile Systeme. Stationäre Systeme für intermittierende Überwachung sind z. B. automatische Schwingungsüberwachungssysteme in multiplexer Schaltung. Hier werden nacheinander zyklisch alle Kanäle auf Grenzwertüberschreitung hin abgefragt. Das Messsystem arbeitet zwar permanent, für den einzelnen Messpunkt entstehen aber zeitliche Überwachungslücken, deren Lange abhängig ist von der Anzahl der zu überwachenden Kanäle und der Messzeit pro Kanal.
Mobile Systeme für intermittierende Überwachung werden fast ausschließlich zur Überwachung von Lagergehäuseschwingungen eingesetzt, da der Messzyklus (zeitlicher Abstand zwischen Folgemessungen) vom Anwender individuell festgelegt wird und darüber hinaus in der Regel die Messkette für jeden Messvorgang auf- und abgebaut wird, sind einige Randbedingungen, u. a. auch die Berücksichtigung relevanter Betriebsparameter, zu beachten.
Siehe auch Permanentaberwachungssysteme.
Überwachungssysteme, kontinuierliche
<continuous monitoring systems; online monitoring systems>
Kontinuierliche Überwachung erfassen die Parameter für die Beurteilung des Zustandes einer Maschine (Schwingungen, Dehnungen, usw.) ständig und ohne zeitliche Verzögerung. Mithin sind also auch kurzfristige Alarmmeldungen möglich, die stetigen Trendentwicklungen und die ggf. sprunghaft auftretenden Zustandsänderungen werden gleichemnaßen erfaßt.
Ultraschall
<ultrasound>
Schall im Frequenzbereich oberhalb des Hörfrequenzbereiches.
Umformer
<transducer>
Siehe Wandler
Umgebung, elektromagnetische
<electromacnetic enviroment>
Gesamtheit der elektromagnetischen Erscheinungen an einem gegebenen Ort.
Umgebungseinflüsse
<enviroumental influences>
Schwingungsaufnehmer, Umgebungseinflüsse
Umkehrspanne
<reversal error>
Bei einem Messgerät eine hystereseartige Erscheinung. Die Umkehrspanne ist die Differenz der Anzeigen, die man für den gleichen Wert der Messgröße erhält, wenn sich die Marke des Messgerätes einmal von kleineren Ausgangswerten und ein anderes Mal von größeren Ausgangswerten der Messgröße her stetig langsam einstellt. Die Ursachen der Umkehrspanne sind z. B. Reibung, toter Gang, elastische Nachwirkung oder Hysterese.
Umkodierer
<code converter>
Siehe Kodeumsetzer
Umschlag-Unwucht
<indexing unbalance>
Die Veränderung der Unwucht, wenn zwei Teile eines Rotor-Zusammenbaus gegeneinander verdreht werden. Sie wird durch die Unwucht des Einzelteils sowie Laufabweichungen der Passung verursacht.
Umschlagwuchten
<indexing balance>
Ein Verfahren, bei dem an einem zusammengebauten Rotor jedes Teil für sich ausgewuchtet wird. Dabei werden die Unwuchten in ihm und die durch ihn verursacht sind, an ihm korrigiert. Durch Umschlagen eines Rotorteils gegenüber dem Rest werden diese Unwuchten sichtbar.
Umsetzer
<converter>
Eine Funktionseinheit zum Ändern der Darstellung von lnformation.
Anmerkung: Beispiele sind Analog-Digitalumsetzer und Digital-Analog-Umsetzer.
Umwandlungszeit
<conversattion time>
Zeit, die ein Analog-Digital-Umsetzer benötigt, einen analogen Eingangswert in einen digitalen Ausgangswert umzuwandeln.
unberichtigtes Messergebnis
<uncorrected result>
Siehe Messergebnis, unberichtigtes
unerwünschtes Signal
<unwanted signal; undesired signal>
Siehe Signal, unerwünschtes
ungedämpfte Eigenfrequenz
<undamped natural frequency>
Siehe Eigenfrequenz, ungedämpfte
ungekoppelte Eigenschwingung
<uncoupled mode>
Siehe Eigenschwingung, ungekoppelte
unharmonische Schwingung
<non-harmonic vibration>
Siehe Schwingung
unipolar
<unipolar>
Kennzeichnet lnformationsparameter, die nur positive oder nur negative Werte annehmen können.
unipolare Signale
<unipolar signals>
Siehe Signale, unipolare
unipolarer (einseitiger) lmpuls
<unipolar pulse>
Siehe lmpuls, unipolarer (einseitiger)
UNIX
Ein Betriebssystem für Workstations. Es existiert seit 1969 und wurde von den Bell-Laboratories, einer der größten Telefon-Gesellschaften der Vereinigten Staaten, entwickelt. In der Zwischenzeit wurden UNIX zwar weiterentwickelt, aber die Grundzüge aus den 69er-Jahren wurden beibehalten. UNIX ist ein Betriebssystem für allgemeine Anwendungen und auch für Mehrplatzsysteme geeignet und damit netzwerkfähig. Es ist in der höheren Programmiersprache c geschlieben.
Unklardauer
<down time>
Intervall der Anwendungsdauer ab dem Ausfallzeitpunkt, bis die Funklionsfähigkeit wiederhergestellt ist.
unscharfe Logik
<fuzzy logic>
Siehe Fuzzy-Logik
unsymmetrischer Rotor
<unsymmetrical rotor>
Siehe Rotor, unsymmetrischer
Unterbrechung
<interrupt>
In einem Prozessor das Anhalten und Aussetzen eines Prozesses, das durch ein Ereignis innerhalb oder außerhalb des Prozesses bewirkt wird. Beim Anhalten des Prozesses wird sichergestellt, dass er zu einem späteren
Zeitpunkt fortgesetzt werden kann.
Anmerkung: Eine Unterbrechung wird meist durch ein Signal ausgelöst. Gesteuertes Anhalten eines Programmes, wenn der Prozessor ein Signal von einem anderen Programm mit höherer Priorität erhält. Das Programm
fährt an der Stelle fort, an der es unterbrochen wurde, sobald das vorrangige Signal beendet wurde. Ein Interrupt ermöglicht es, auf externe Ereignisse durch einen Rechner schnell zu reagieren. Über lnterrupt-Leitungen (Hardwaresignale) wird die laufende Bearbeitung des Prozessors unterbrochen und in die Bearbeitung eines entsprechenden wichtigeren Programmes (z. B. Alarmprogrammes) verzweigt.
unteres Seitenband
<lower sideband>
Siehe Seitenband, unteres
Unterlastbetrieb
<de-rated operation; underload operating>
Betrieb einer Einheit bei einem Beanspruchungsverhältnis kleiner als Eins.
Anmerkung: In einigen Fallen kann auch eine Verringerung der Beanspruchung zur Beeinträchtigung der Zuverlässigkeit führen.
Unterverzeichnis
<subdirectory>
Liste von Dateien und Programmen, die in einem übergeordneten Verzeichnis enthalten sind.
Unwucht
<unbalance>
1) Ungleichförmige, radiale Masseverteilung in einem Rotor. Der Schwerpunkt stimmt nicht mit der Schaftachse überein.
2) Auch: die effektive Masse, die eine Unwucht verursacht.
Unwucht in der n-ten Eigenform
<nth modal unbalance>
Der Unwuchtzustand, der nur die n-te Biegeeigenform des Rotor-Lager-Systems anregt. Die Unwucht in der n-ten Eigenform ist nicht eine einzelne Unwucht, sondem eine Unwuchtverteilung entsprechend dieser Eigenform.
Unwucht in der n-ten Eigenform, äquivalente
<equivalent n'h modal unbalance>
Die kleinste Einzelunwucht, die der Wirkung der "Unwucht in der n-ten Eigenform" auf die Biegung der n-ten Eigenform entspricht. Eine äquivalente Unwucht in der n-ten Eigenform beeinflusst auch andere Eigenformen.
Ein Satz von Unwuchten in einer passenden Anzahl von Ausgleichebenen und so gestaltet, dass die betrachtete Eigenform beeinflußt wird, kann "aquivalenter Satz und Unwuchten der nten Eigenform" genannt werden.
Unwucht, bezogene
<specific unbalance>
Der Betrag der statischen Unwucht, geteilt durch die Masse des Rotors. Sie entspricht der Verlägerung des Schwerpunktes aus der Schaftachse heraus (Schwerpunktexzentrizität).
Unwucht, dynamische
<dynamic unbalance>
Eine dynamische Unwucht liegt vor, wenn die zentrale Hauptträgheitsachse nicht mit der Schaftachse zusammenfällt. Statische Unwucht, quasi-statische Unwucht und Momentenunwucht sind also Sonderfälle der dynamischen Unwucht. Die Größe der dynamischen Unwucht kann angegeben werden durch zwei komplementäre Unwuchtvektoren in zwei festgelegten Ebenen (senkrecht zu der Schaftachse), die vollständig den Unwuchtzustand des Rotors darstellen.
Unwucht, quasi-statische
<quasi-static unbalance>
Dieser Zustand liegt vor, wenn die zentrale Hauptträgheitsachse die Schaftachse in einem Punkt schneidet, der nicht der Schwerpunkt ist.
Unwucht, statische
<static unbalance>
Der Zustand, bei dem die zentrale Hauptträgheitsachse parallel zu der Schaftachse liegt. Die Größe der statischen Unwucht kann durch die Resultierende der beiden dynamischen Unwuchtvektoren angegeben werden.
Unwucht, thermisch bedingte
<thermally induced unbalance>
Die Unwucht, die durch eine asymmetrische Temperaturänderung des Rotors verursacht ist.
Unwuchtanregung
<unbalance forced>
Schwingungsanregung durch Unwuchten. Die Unwucht ist praktisch bei jedem drehenden Rotor vorhanden. Die Frequenz der angeregten Schwingungen ist die Drehfrequenz. Die Schwingungsintensitat ist vom Unwuchtzustand abhängig. Erhöhte Schwingungen durch Unwuchtanregung können durch Auswuchten reduziert werden.
Unwuchtbetrag
<amount of unbalance>
Die Mengenangabe der Unwucht in einem Rotor (bezogen auf eine Ebene), ohne die Winkellage der Unwucht zur berücksichtigen. Er wird gewonnen, indem das Produkt der Unwuchtmasse mit dem Abstand ihres Schwerpunktes
von der Schaftachse gebildet wird. Maßeinheiten für den Unwuchtbetrag sind, z. B. gmm oder ozin.
Unwuchtkraft
<unbalance force>
Die Fliehkraft (bezogen auf die Schaftachse) einer Ebene des Rotors, die aufgrund der Unwucht in dieser Ebene bei einer Drehzahl entsteht.
Unwuchtkraft, resultierende
<resulting unbalance force>
Die resultierende Kraft des Systems von Fliehkraften aller Massenelemente des Rotors. Sie wird stets auf die Schaftachse bezogen und ist gleich der Fliehkraft aufgrund der statischen Unwucht.
Unwuchtmasse
<unbalance mass>
Die Masse, die man auf einen bestimmten Radius so annimmt, dass das Produkt aus dieser Masse und der Radialbeschleunigung gleich der Unwuchtkraft ist.
Unwuchtmoment
<unbalance moment>
Das Moment der Fliehkraft eines Massenelements des Rotors um einen Bezugspunkt auf der Schaftachse.
Unwuchtmoment, resultierendes
<resulting unbalance moment>
Das resultierende Unwuchtmoment des Systems von Fliehkräften aller Massenelemente des Rotors um einen beliebigen Punkt auf der Schaftachse. Größe und Winkellage des resultierenden Unwuchtmoments ist im allgemeinen
von der Lage dieses Bezugspunktes abhängig.
Das resultierende Unwuchtmoment ist unabhängig von der Lage des Bezugspunktes, wenn die resultierende Unwuchtkraft null ist.
Unwuchtreduzierverhältnis
<unbalance reduction ratio (URR)>
Abkürzung: URV
Das Verhältnis zwischen der Abnahme der Unwucht infolge einer einzigen Korrektur zur der Urunwucht:
dabei ist U1 der Betrag der Urunwucht, U2 der Betrag der verbliebenen Unwucht nach einer Korrektur.
Das Unwuchtreduzierverhältnis ist ein Maß für die Güte der gesamten Unwuchtkorrektur. Der Wert soll bei einem sorgfaltig durchgeführten ProzeB ein Maximum sein. Das Verhältnis wird üblicherweise als Prozentsatz angegeben.
Unwuchttoleranz
<unbalance tolerance>
Bei einem starren Rotor derjenige Unwuchtbetrag in einer Radialebene, der als Maximum festgelegt ist, unter dem der Unwuchtzustand als zulässig angesehen wird.
Unwuchttoleranz einer Eigenform
<modal unbalance tolerance>
Die äquivalente Unwucht einer Eigenfonrm, unterhalb der der Unwuchtzustand für diese Eigenform als zulässig angenommen wird.
Unwuchtvektor
<unbalance vector>
Ein Vektor, dessen Größe der Unwuchtbetrag und dessen Richtung der Unwuchtwinkel ist.
Unwuchtwinkel
<angle of unbalance>
Gegeben ist ein Polarkoordinatensystem in einer zur Schaftachse senkrechten Ebene, das mit dem Rotor umläuft. Der Unwuchtwinkel ist dann der Winkel, unter dem die Unwuchtmasse in diesem Koordinatensystem liegt.
Unwuchtzustand
<unbalance>
Der Zustand, der in einem Rotor besteht, wenn als Folge von Fliehkräften Schwingkräfte oder -bewegungen auf seine Lager übertragen werden.
Update
Siehe Software-Update
Upgrade
Siehe Software-Upgrade
Upload
Hochladen. Übertragen von Daten vom eignen Rechner auf einen anderen mit Hilfe eines Dateiilbertragungsprotokolls.
Anmerkung: In der USA wird dieser Vorgang vielfach auch Unload genannt.
Urunwucht
<initial unbalance>
Die Unwucht jeglicher Art, die in dem Rotor vor dem Auswuchten vorhanden ist.
Urunwucht, kontrollierte
<controlled initial unbalance>
Eine Urunwucht, die durch Auswuchten der Einzelteile und/oder sorgfältige Konstruktion, der Fertigung und Montage des Rotors in engen Grenzen gehalten wird.
User
Anwender. Der User ist der Anwender eines Rechners. Es gibt Single-User-Systeme, an diesen kann nur ein Anwender arbeiten, oder Multi-UserSysteme, an denen mehrere Anwender gleichzeitig
arbeiten können.